Ziele des Verbandes

Die kurzfristigen und mittelfristigen Ziele

  • Erhalt und Festigung des Kleinprivatwaldeigentums durch Stärkung der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse.
  • Selbständigkeit, Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse durch Beherrschung der Kernkompetenzen:
    Waldpflege, Waldbewirtschaftung, Marktzugang (Logistikkette frei Werklieferung), Information und Bildung. Sicherung von Einkommen und Beschäftigung aus dem Wald.
  • Soziokultureller Zusammenhalt der Waldbauern lokal, regional und überregional.
  • Entschädigung der Waldbauern für soziale und ökologische Leistungen des Waldes und der Forstbetriebe. Akzeptanz der Waldbauern in der Gesellschaft für unsere Leistungen und Ziele.
  • Wirkung auf Politik und Verwaltung für bessere Bedingungen, Fixkosten, Förderung und Gesetze.
  • Schaffung einer Allianz für nachhaltige Entwicklung der ländlichen Räume zusammen mit anderen Landnutzern, ländlichem Gewerbe, Handwerk, Gastronomie, Tourismus, Bildungsträgern, Vereinen und Verbänden.

Die langfristigen und generationsübergreifenden Ziele

  • Die Entwicklung der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse zu multifunktionalen Dienstleistungszentren der Waldbauern für eine nachhaltige Bewirtschaftung ihres Waldes und andere Wertschöpfungsprozesse in den ländlichen Räumen.
  • Die Entwicklung des Bauernwaldes zu seinen natürlichen artenreichen Strukturen. Unser waldbauliches Ziel heißt: „biologische Automation“ in einem vorratsreichen leistungsfähigen naturnahen Waldökosystem.

Beides sind sich selbst regulierende dynamische Systeme, aus denen die Waldbauern nachhaltig ihren Nutzen ziehen können.

Die Verwirklichung dieser Ziele führt die bäuerliche Forstwirtschaft zu ihren Ursprüngen und ist gleichzeitig die selbsterhaltende Antwort der Waldbauern auf die industriealisierte, globalisierte moderne Welt.

Die Waldbauern mit ihren Zusammenschlüssen leisten über den Selbsterhalt hinaus ihren sozioökonomischen und sozioökologischen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung der ländlichen Räume durch Nutzung ihrer natürlichen Ressourcen. Dieser Prozess hat irgendwann begonnen und er wird (hoffentlich) nie enden. Der Weg ist unser Ziel und es gibt viele Aspekte zu berücksichtigen, aber eines liegt offen – es muß sich etwas ändern und wir werden etwas ändern. Das müssen wir Waldbauern selbst tun, weil wir unseren Wald behalten und erhalten wollen.

Enno Rosenthal
Beschlossen am 23.06.04 Große Brandenburger Waldbauernversammlung Paaren/Glien